Mittwoch, 30. Dezember 2009

Bisphenol A - BPA - Was die einen sagen und die anderen messen

Die einen, wie zum Beispiel das Bundesamt für Gesundheit BAG, sagen:
Das BAG hat die wissenschaftlichen Berichte verschiedener Lebensmittelsicherheitsbehörden ausgewertet und ist der Meinung, dass die Einnahme von Bisphenol A durch Lebensmittel kein Risiko für den Konsumenten darstellt. Dies gilt auch für Neugeborene und Säuglinge. (...) Betreffend der Toxizität von BPA teilt das BAG die Meinung der Experten der EFSA [europ. Lebensmittelsicherheitsbehörde], dass die abgeleitete tolerierbare tägliche Aufnahmemenge für die Konsumenten ein ausreichendes Schutzniveau gewährleistet. Das BAG berücksichtigt in seiner Einschätzung, dass die Befunde bei "tiefen Dosen" bisher unter normierten Versuchsbedingungen nicht reproduziert werden konnten. Es kommt auch zum Schluss, dass ein Verbot von Schoppenflaschen aus Polycarbonat die Aufnahme von BPA bei Säuglingen nur minim verringern würde und daher auch keine Verbesserung des Gesundheitsschutzes erreicht würde. Konsumenten, welche trotzdem die mögliche Aufnahme von BPA weiter vermindern möchten, empfiehlt das BAG die Verwendung von Schoppenflaschen aus Glas.

Und die anderen (eine unrepräsentative Auswahl von Fachartikeln aus den letzten paar Jahren) messen:

Bisphenol A BPA dämpft die Wirksamkeit von Chemotherapien bei Brustkrebs.
BPA at environmentally relevant doses reduces the efficacy of chemotherapeutic agents. These data provide considerable support to the accumulating evidence that BPA is hazardous to human health.

BPA schädigt Plazentazellen.
Our findings suggest that exposure of placental cells to low doses of BPA may cause detrimental effects, leading in vivo to adverse pregnancy outcomes such as preeclampsia, intrauterine growth restriction, prematurity and pregnancy loss.

BPA schädigt die Entwicklung der Oozyten von Mäuseembryos.
Pregnant mice were treated with low, environmentally relevant doses of BPA during mid-gestation to assess the effect of BPA on the developing ovary. Oocytes from exposed female fetuses displayed gross aberrations in meiotic prophase, including synaptic defects and increased levels of recombination. In the mature female, these aberrations were translated into an increase in aneuploid eggs and embryos.

BPA beeinflusst Neurotransmitter im Gehirn.
The present results suggest that BPA exposure at lower doses than environmentally relevant levels may have a great impact on monoamine levels in neonatal brain.

BPA macht den dritthäufigsten Krebs bei Kindern aggressiver.
In conclusion, DEHP, BPA, and E2 potently promote invasion and metastasis of neuroblastoma cells through overexpression of MMP-2 and MMP-9 as well as downregulation of TIMP-2.

BPA verändert bei trächtigen Ratten die Durchlässigkeit des Darmepithels, die Reaktion auf eine Darmentzündung und erhöht die Schmerzempfindlichkeit des Darmausgangs. Ihr weiblicher Nachwuchs zeigt dieselben Symptome und ist zudem anfälliger auf schwere Darminfektionen.
This study first demonstrates that the xenoestrogen BPA at reference doses influences intestinal barrier function and gut nociception. Moreover, perinatal exposure promotes the development of severe inflammation in adult female offspring only.

BPA verändert das Sexualverhalten bei weiblichen Ratten.
BPA-exposed females displayed significantly lower levels of proceptive behavior. Our results show that BPA permanently alters the hypothalamic estrogen-dependent mechanisms that govern sexual behavior in the adult female rat.

BPA im Trinkwasser von schwangeren Ratten lässt deren Töchter zu Uebergewicht neigen.
After weaning, perinatal BPA exposure predisposed to overweight in a sex- and diet-dependent manner. We observed no change in food intake due to perinatal BPA exposure in rats on either standard chow or a high-fat diet. CONCLUSIONS: Perinatal exposure to a low dose of BPA increased adipogenesis in females at weaning. Adult body weight may be programmed during early life, leading to changes dependent on the sex and the nutritional status. Although further studies are required to understand the mechanisms of BPA action in early life, these results are particularly important with regard to the increasing prevalence of childhood obesity and the context-dependent action of endocrine disruptors.

BPA beeinflusst die Uterusentwicklung bei Ratten.
BPA affects HOXA10 expression through the HOXA10 ERE and indirectly through the ARE. BPA initially alters HOXA10 expression through the ERE, however, the response is imprinted and uncoupled from estrogen stimulation in the adult. Several xenoestrogens alter HOX gene expression, indicating that HOX genes are a common target of endocrine disruption. In utero exposure to a xenoestrogen produces reproductive tract alterations by imprinting essential developmental regulatory genes.

BPA führt bei gewissen Wasserschnecken zu krankhaften Veränderungen.
Superfemales are characterized by the formation of additional female organs, enlarged accessory sex glands, gross malformations of the pallial oviduct, and a stimulation of egg and clutch production, resulting in increased female mortality. (...) Before and after the spawning season, superfemale responses were observed [NOEC (no observed effect concentration) 7.9 ng/L, EC10 (effective concentration at 10%) 13.9 ng/L], which were absent during the spawning season. In M. cornuarietis, BPA acts as an estrogen receptor (ER) agonist, because effects were completely antagonized by a co-exposure to tamoxifen and Faslodex. Antiandrogenic effects of BPA, such as a significant decrease in penis length at 20°C, were also observed. Competitive receptor displacement experiments indicate the presence of androgen- and estrogen-specific binding sites. The affinity for BPA of the estrogen binding sites in M. cornuarietis is higher than that of the ER in aquatic vertebrates. The results emphasize that prosobranchs are affected by BPA at lower concentrations than are other wildlife groups, and the findings also highlight the importance of exposure conditions.

Je mehr BPA eine Frau in IVF-Behandlung im Urin hat, desto weniger "erntereife" Eier entwickelt sie während eines Behandlungszyklus.
For each log unit increase in SG-BPA, there was an average decrease of 12% (95% CI: 4, 23%; p = 0.007) in the number of oocytes retrieved and an average decrease of 213 pg/ml (95% CI: -407, -20; p = 0.03) in peak oestradiol. BPA was detected in the urine of the majority of women undergoing IVF, and was inversely associated with number of oocytes retrieved and peak oestradiol levels.

BPA beeinflusst den Hormonhaushalt bei Männern.
we observed inverse relationships between urinary BPA concentrations and free androgen index (ratio of testosterone to sex hormone binding globulin), estradiol, and thyroid stimulating hormone. Our results suggest that urinary BPA concentrations may be associated with altered hormone levels in men, but these findings need to be substantiated through further research.

Es lässt sich ein Zusammenhang postulieren zwischen dem BPA-Gehalt im Urin einer Schwangeren und dem Verhalten ihrer Töchter im Alter von 2 Jahren:
These results suggest that prenatal BPA exposure may be associated with externalizing behaviors in 2-year-old children, especially among female children.

Ein höherer BPA-Gehalt im Urin korrespondiert mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bericht in Nature dazu):
Higher BPA exposure, reflected in higher urinary concentrations of BPA, is consistently associated with reported heart disease in the general adult population of the USA. Studies to clarify the mechanisms of these associations are urgently needed.

Die Diskussion um die Chemikalie dürfte in den kommenden Wochen und Monaten an Intensität eher noch zunehmen. Von allen Seiten (auch von der Industrie und ihren verschiedenen Spindoctors) demnächst erwartet wird eine neue Enschätzung der FDA dazu, nachdem sie die Publikation ihres Verdiktes drei Mal verschoben hat. Ob die Verzögerung entfernt mit der Wahl Anfang Dezember von David Michaels, Autor des industriekritischen "Doubt is their product", zum Direktor der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) zu tun hat? Auf WHO- und FAO-Ebene wird BPA im Oktober 2010 in Kanada verhandelt werden.

Samstag, 26. Dezember 2009

"Konsensplattform" zu wissenschaftlichen Forschungsprogrammen - Was ist davon zu halten?

Wie kommen wissenschaftliche Forschungsprogramme hierzulande zu ihren Schlussaussagen? Nehmen wir als Beispiel das NFP 50 über hormonaktive Substanzen. Davon erfahren wir auf der Website, dass dazu u.a. eine so genannte Konsensplattform tagte (ihr Schlussdokument) zum Thema "UV-Filter in Sonnenschutzmitteln". Ueber ihren Ansatz lesen wir bei der EAWAG:
Als Neuerung in einem Nationalen Forschungsprogramm wurde das NFP50 mit einer Konsensplattform abgeschlossen. Auf der Basis des neuen Wissens erarbeiteten Forscherinnen und Forscher dabei gemeinsam mit Vertretern von Behörden und Industrie praxis­bezogene Empfehlungen zu den hormonaktiven Stoffen. Alle Beteiligten sollten zu den Resultaten stehen können, das übliche «Ja, aber» möglichst vermieden werden.
Ueber das Vorgehen steht im Schlussdokument zu den UV-Filtern:
Die Methodik der Konsensplattformen wurde durch den Umsetzungsbeauftragten des Nationalen Forschungsprogramms ‚Hormonaktive Stoffe’, Dr. Marcel Trachsel, in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen int/ext Communications AG, Basel, entwickelt. Als Basis dienten die Vorgaben der Leitungsgruppe.
Bei der Konsensplattform handelt es sich um einen strukturierten, konstruktiven Dialog von Industrie, Behörden und Wissenschaft mit dem Ziel, ein allgemein akzeptiertes Übereinkommen zu finden über die Wirkung hormonaktiver Stoffe auf Mensch, Tier und Umwelt sowie über Massnahmen, die zur Minimierung der negativen Wirkung beitragen. Die Methodik beruht auf einer Abfolge von Sitzungen und individueller Reflektion zu deren Vorbereitung.

Gewisse Voraussetzungen sind notwendig, um eine Konsensplattform erfolgreich abzuschliessen:
⋅ Das zu behandelnde Thema (Issue) ist möglichst einzugrenzen.
⋅ Die Mitglieder sind bereit, im Rahmen des Prozesses zu kooperieren, abweichende Interessen und Positionen zu akzeptieren und gemeinsam an einem Übereinkommen zu arbeiten.
⋅ Die Sitzungen werden professionell moderiert.
⋅ Alle Vorgänge und Zwischenergebnisse bleiben bis zum Abschluss der Konsensplattform vertraulich. Nach Abschluss der Arbeiten werden nur die verabschiedeten Resultate kommuniziert.

Schritt 1: Auf Grund ihrer Kenntnislage definieren die Mitglieder der Konsensplattform individuell ihren Standpunkt zu Wirkung und Massnahmen, resp. den Standpunkt der Organisation, die sie vertreten.
Schritt 2: An einer ersten gemeinsamen Sitzung vertreten die Mitglieder der Konsensplattform ihren Standpunkt zu Wirkung und Massnahmen und gestatten ein Hinterfragen dieses Standpunktes durch die anderen Mitglieder der Konsensplattform (Hearing). Aus dieser Sitzung resultiert je eine Sammlung an wirkungs- und massnahmenbezogenen Aussagen/Empfehlungen. Diese werden den Mitgliedern der Konsensplattform zur Verfügung gestellt.
Schritt 3: Individuell entscheiden die Mitglieder der Konsensplattform in diesem Schritt über die Akzeptanz, bedingte Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz jeder wirkungsbezogenen Aussage. Die bedingte Akzeptanz ist zwingend zu begründen.
Die Ergebnisse werden zentral gesammelt und eingeteilt in folgende Kategorien:
Kategorie w1: allgemein akzeptiert >>> direkte Aufnahme in die finale Sammlung akzeptierter Aussagen
Kategorie w2: akzeptiert und bedingt akzeptiert, nicht mehr als eine Nicht-Akzeptanz >>> Besprechung an der gemeinsamen Sitzung
Kategorie w3: mehr als eine Nicht-Akzeptanz >>> wird nicht weiter verfolgt
Schritt 4: An der gemeinsamen Sitzung werden die wirkungsbezogenen Aussagen der Kategorie w2 mit dem Ziel weiter besprochen, eine Formulierung zu finden, die für alle Mitglieder der Konsensplattform akzeptabel ist. Das Resultat dieser Sitzung ergibt zusammen mit den Aussagen der Kategorie w1 die finale Sammlung akzeptierter wirkungsbezogener Aussagen. Diese werden in eine logische Reihenfolge gebracht und von der Konsensplattform verabschiedet.
Schritt 5: Individuell entscheiden die Mitglieder der Konsensplattform in diesem Schritt über die Akzeptanz, bedingte Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz jeder massnahmenbezogenen Aussage/Empfehlung. Die bedingte Akzeptanz ist zwingend zu begründen. Die Ergebnisse werden zentral gesammelt und eingeteilt in folgende Kategorien:
Kategorie m1: allgemein akzeptiert >>> direkte Aufnahme in die finale Sammlung akzeptierter Aussagen/Empfehlungen
Kategorie m2: akzeptiert und bedingt akzeptiert, nicht mehr als eine Nicht-Akzeptanz >>> Besprechung an der gemeinsamen Sitzung
Kategorie m3: mehr als eine Nicht-Akzeptanz >>> wird nicht weiter verfolgt
Schritt 6: An der gemeinsamen Sitzung werden die massnahmenbezogenen Aussagen/Emfpehlungen der Kategorie m2 weiter besprochen mit dem Ziel, eine Formulierung zu finden, die von allen Mitgliedern der Konsensplattform akzeptiert werden kann. Das Resultat dieser Sitzung ergibt zusammen mit den Aussagen der Kategorie m1 die finale Sammlung akzeptierter massnahmenbezogener Aussagen/Empfehlungen. Diese werden in eine logische Reihenfolge gebracht und von der Konsensplattform verabschiedet.
Schritt 7: Die verabschiedeten Sammlungen wirkungs- und massnahmenbezogener Aussagen werden in einem Schlussdokument zusammengefasst und stehen zur Kommunikation mit weiteren Anspruchgruppen zur Verfügung.

Halten wir kurz fest: Ein Gremium hat in einer Art demokratischem Prozess den Minimalkonsens eruiert bezüglich Wirkung und notwendiger Massnahmen betreffend hormonaktiver UV-Filter in Sonnenschutzmitteln! Damit wird die Zusammensetzung dieses Gremiums zum wichtigen Faktor, der das Endergebnis bestimmt. Darüber erfahren wir:
Herstellende Industrie
Uli Osterwalder, Dr. Helmut Elbert, Ciba Spezialitätenchemie, Basel
Dr. Gabriele Allard, Dr. Jochen Bausch, Michael Weller, DSM Nutritional Products, Basel

Verarbeitende Industrie
Dr. Bernhard Irrgang, Mibelle, Buchs (AG)
Dr. Hans-Jürg Furrer, Louis Widmer, Schlieren
Dr. Marcel Langenauer, Spirig, Egerkingen

Behörden
Prof. Dr. Georg Karlaganis, Dr. Christoph Studer, Bundesamt für Umwelt, Bern
Dr. Michel Donat, Dr. Judith Amberg-Müller, Bundesamt für Gesundheit, Bern

Dermatologie
Prof. Dr. Lasse Braathen, Universität Bern

Nationales Forschungsprogramm ‚Hormonaktive Stoffe’
PD Dr. Margret Schlumpf, Prof. Dr. Walter Lichtensteiger, GreenTox, Universität Zürich
PD Dr. Karl Fent, Fachhochschule Nordwestschweiz

Moderation und Aufbereitung
Prof. Dr. Felix R. Althaus, Präsident Leitungsgruppe NFP ‚Hormonaktive Stoffe’, Universität Zürich
Dr. Marcel Trachsel, Umsetzungsbeauftragter NFP ‚Hormonaktive Stoffe, int/ext Communications AG, Basel

Das heisst: In dem 16 köpfigen Gremium ("Moderation und Aufbereitung" nicht eingerechnet), das über das publizierte Schlussdokument des Teilprojektes zu UV-Filtern in Sonnenschutzmitteln innerhalb des Forschungsprogramms NFP50 befand, sassen 8 IndustrievertreterInnen, 4 Behördenmitglieder, 1 Dermatologe und genau 3 Forschende des eigentlichen Forschungsprogramms, um dessen Schluss-Statement es geht. Der Umsetzungsbeauftragte Marcel Trachsel arbeitete übrigens jahrelang bei und für Sandoz als Mediensprecher.
Erinnern wir uns zudem an das Verfahren, wie die Aussagen gefiltert werden: Wenn mehr als 1 Vertreter eine Aussage nicht akzeptiert, wird sie nicht weiter verfolgt (siehe weiter oben: "Kategorie m3" und "Kategorie w3"). Also: Wenn zwei Nein! sagen, und 14 Ja!, gewinnt das Nein! Was kam bei diesem Vorgehen bei dieser Zusammensetzung heraus?
Wirkungsbezogene Aussagen
Aus einer Gesamtheit von 51 wirkungsbezogenen Aussagen wurden folgende 19 Aussagen von der Konsensplattform in der vorliegenden Form akzeptiert und verabschiedet (...)

Also zwei Drittel der wirkungsbezogenen Aussagen (32 von 51), die wohl vor allem von den Forschenden formuliert wurden, fielen vom Tisch, weil sie mindestens 2 Industrie- oder Behördenvertretern nicht passten.
Massnahmenbezogene Aussagen/Empfehlungen
Aus der Gesamtheit von 18 massnahmenbezogenen Aussagen/Empfehlungen wurden alle 18 Aussagen/Empfehlungen von der Konsensplattform in der vorliegenden Form akzeptiert und verabschiedet (...)

100% der massnahmenbezogenen Aussagen kamen durch. Weil sie von Beginn weg so allgemein gehalten sind, dass niemand dagegen sein konnte? Vielleicht. Sie lassen sich zusammenfassen als: mehr Forschung, mehr Prüfung und Appelle an die Selbstverantwortung der Industrie!

Es bleibt ein schales Gefühl zurück bei der ganzen Sache. Vor allem: Wie lauteten die 32 wirkungsbezogenen Aussagen, die es nicht ins Schlussdokument schafften auf diesem Weg? Diese basierten wohl jede einzelne auf konkreten Forschungsergebnissen des NFP50, waren also nicht irgendwelche Phantasiegebilde. Solide wissenschaftliche Ergebnisse, die unterm Tisch landeten, weil sie den Industrie- oder Behördenvertretern nicht passten und sie ihr Veto einlegten gegen deren Publikation im Schlussdokument. Und über diese 32 "Verschwundenen" breitet sich bis in alle Ewigkeit der Mantel der Omertà (siehe oben, bei "Voraussetzungen")! "Konsensplattform" klingt so gesehen sehr euphemistisch!

P.S. Den Schlussberichten der anderen beiden Konsensplattformen, jenen zu bromierten Flammschutzmitteln und zu hormonaktiven Stoffen im Wasser, ist zu entnehmen, das dort gleich vorgegangen wurde und die personelle Zusammensetzung ähnlich "ausgewogen" war. Die Forschenden waren immer in der Minderheit. Leider verraten jene zwei Berichte allerdings nicht, wieviele Aussagen per Veto abgeschossen wurden.

P.P.S. Natürlich steht auf den mageren 9 (!) Seiten des "öffentlichen Schlussberichts" des CHF 15'000'000.- teuren NFP50 noch mehr zu den Wirkungen von hormonaktiven Substanzen, als in den Papieren der Konsensplattformen. Aber von den 9 Seiten Schlussbericht füllt immerhin auch wieder die 4 letzten Seiten das wie oben beschrieben zustande gekommene Material der Konsensplattformen. Wer aus den Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK oder den Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK schaut sich, nach dem Durchblättern dieses Schlussberichtes (mit soviel "Konsens" drin auf den letzten Seiten), die NFP50-Sondernummer von Chimia noch an mit den Fach-Artikeln über mögliche Zusammenhänge von hormonaktiven Substanzen und Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Embryonalentwicklung, Hodenhochstand etc. (oder gar andere Fachliteratur)?

P.P.P.S. Warum sassen in den Gremien, die die "Konsensplattformen" erarbeiteten, keine Vertreter der Oeffentlichkeit (Typus Konsumentenschutz, Umweltschutz, Gewerkschaften etc.)? Warum 8 Industrievertreter, aber 0 Anwälte von Ihnen und mir? BAFU und BAG füllen diese Lücke nicht.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Ein UUID für Forschende

"Nature" stellt in der Ausgabe vom 17. Dezember ORCID vor, die Open Researcher Contributor Identification Initiative. Kurz gesagt: Jede Forscherin, jeder Forscher soll eine Art UUID erhalten. Deren Funktion wird umschrieben mit:
Our mission is to resolve the systemic name ambiguity, by means of assigning unique identifiers linkable to an individual's research output, to enhance the scientific discovery process and improve the efficiency of funding and collaboration.
Die Formulierung erinnert an jene des Vizerektors der Uni Basel, angesprochen auf seine neue Forschungsdatenbank:
Die Datenbank kann als zusätzliches Instrument dienen, um Forschungsleistungen zu messen. Im Hinblick auf eine leistungsorientierte Mittelallokation kann es für die Forschenden von Vorteil sein, ihre Leistungen in der Datenbank sichtbar zu machen.
Das ORCID-System soll die Funktionsweise von ReseacherID von Thomson Reuters übernehmen. Kommt auf die Liste: "mal näher ansehen".
P.S. Kendall Clarke von Clark & Parsia hat mir übrigens verraten, dass die NASA bereits so ein System intern verwendet.

Autoreifen als Wasservergifter

Autos sind nicht nur praktisch, bequem und schaffen viele Arbeitsplätze, sie verpesten auch die Luft, sind laut, versperren den öffentlichen Raum und verschandeln per Strassenbau Stadt und Land. Und sie vergiften die Gewässer. Anno 2007 schrieb am 28. Juli unter dem Titel "Kiloweise Gift auf dem Asphalt" die Berner Zeitung in einem Kästchen zum Artikel:
13 Autoreifen sind eine ganze Menge. Kaum vorstellbar: Auf einem Kilometer der Autobahn A1 wird jeden Tag eben diese Menge abgefahren. Dieser Abrieb enthält zum einen ungelöste Stoffe, also feste Partikel wie Gummi, aber auch Zink, Cadmium und weitere Schwermetalle. Nach Regen sammeln sich diese Stoffe im Autobahnabwasser, das praktisch überall im Kanton Bern direkt in Gewässer fliesst. Elmar Scheiwiller vom kantonalen Gewässer- und Bodenschutzlabor hat berechnet, welche Schadstoffe pro Jahr auf 10 Kilometern Autobahn mit 74000 Fahrzeugen pro Tag – wie etwa bei Mattstetten – anfallen und in Gewässer fliessen: 6,6 Tonnen ungelöster Stoffe sowie 6,9 Kilo Kupfer, 23 Kilo Zink, 800 Gramm des giftigen Schwermetalls Antimon und 1,4 Kilo Blei.
13 Autoreifen pro Tag abgefahren? Die Formulierung ist zweideutig. Ist damit die integrale Gummimasse von 13 Reifen gemeint? Kaum. Eher wohl die Gummimenge, die an einem Tag 13 Reifen liegenlassen, wenn sie vom Neuzustand auf "zu entsorgen" herunterfahren. Die A1 ist insgesamt 328 Kilometer lang. 13 Reifen pro Tag pro Kilometer macht (13*365*328) 1'556'360 Reifen. So viele Reifen hinterlassen offenbar ihren gesamten Belag (die gut 1 cm Gummi, die "neuwertig" von "entsorgen!" trennen) jährlich alleine auf der Ost-West-Achse auf der Strecke als Abrieb. Abrieb, der dann eben mit dem Regenwasser abgeht. Rechnen wir nochmals nach! Deutsche Zahlen für den Abrieb: Pkw: 53 bis 200 Milligramm pro Kilometer, Lkw: 105 (?) bis 1'700 Milligramm pro Kilometer, Sattelzug: 1'000 bis 1'500 Milligramm pro Kilometer. Nehmen wir einen - wahrscheinlich eher zu hohen - Mittelwert von 500 Milligramm pro Fahrzeug, egal welcher Art. Durch die Hard bei Basel rasten im Oktober dieses Jahres täglich im Schnitt 128'000 Autos in beide Richtungen (1,5 pro Sekunde). Rechne: Die Strecke ist 2 Kilometer lang. 128'000 Autos x 500 Milligramm Abrieb x 2 Kilometer = 128 Kilogramm Abrieb. Täglich! Pro Jahr 46'720 kg Reifenabrieb, konservativ abgerundet auf 20 Tonnen, schon nur auf der Betonpiste durch den Hardwald. Im Lauftext in der Berner Zeitung erfuhr das Publikum zudem:
(...) seit 2002 ist eine Wegleitung des Bundesamtes für Strassen in Kraft, die vorschreibt, Autobahnabwasser künftig zu reinigen, bevor es in ein Gewässer geleitet wird. Das hat seinen Preis: Allein für den Kanton Bern werden die Kosten für die Abwasserbehandlung der Autobahnen auf gegen 66 Millionen geschätzt. Gesamtschweizerisch ist mit einer halben bis einer Milliarde Franken zu rechnen. Verbindlich sind die Vorschriften für neue Autobahnstrecken oder bei einem Ausbau. Der Kanton Bern baut derzeit an mehreren Autobahnstrecken, etwa an der Stadttangente Bern.
Wohin fliesst das Abwasser der Hardstrecke? Im grossen Wald, gleich nördlich davon, liegen übrigens wichtige Trinkwasserquellen von Basel:

Was mit dem Abwasser zu geschehen hat, steht in der Wegleitung "Gewässerschutz bei der Entwässerung von Verkehrswegen". Ob die basellandschaftlichen Stellen sich daran halten? Bei Gelegenheit mal nachfragen.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Nicolas Mayencourt von dreamlab technologies über "Reflections on Cybersecurity"

Unlängst veröffentlichten William A. Wulf and Anita K. Jones in Science einen kurzen Aufsatz mit dem Titel "Reflections on Cybersecurity". Ihre Kernfrage:
The current model for most cybersecurity is “perimeter defense”: The “good stuff” is on the “inside,” the attacker is on the “outside,” and the job of the security system is to keep the attacker out. The perimeter defense model is built deeply into the very language used to discuss security: Hackers try to “break in,” “firewalls” protect the system, “intrusion” must be detected, etc. But is perimeter defense the right underlying model?
Natürlich haben sie darauf ihre Antworten:
We do not think so, for several reasons. First, perimeter defense does not protect against the compromised insider. The Federal Bureau of Investigation (FBI) has reported that in one sample of financial systems intrusions, attacks by insiders were twice as likely as ones from outsiders—and the cost of an intrusion by an insider was 30 times as great.
Second, it is fragile; once the perimeter has been breached, the attacker has free access. Some will say that this is why “defense in depth” is needed—but if each layer is just another perimeter defense, all layers will have the same problems.
Third, and most important, it has never worked. It did not work for ancient walled cities or for the French in World War II (at 20 to 25 km deep, the Maginot Line was the most formidable military defense ever built, yet France was overrun in 35 days). And it has not worked for cybersecurity. To our knowledge no one has ever built a secure, nontrivial computer system based on this model.
Also was tun?
We think we should take our cue from the Internet. That is, there should not be just one model. Rather, there should be a minimal central mechanism that enables implementation of many security policies in application code—systems attuned to the needs of differing applications and organizations. (...) Is such a minimal mechanism feasible? We think so. In particular, at the network level, an application can use any computable function to decide whether or not to provide its service to a client if it can be absolutely certain who is requesting it. There is a class of algorithms known as “cryptographic protocols” for doing this that require knowing the public key of an object — so we conjecture that by providing just a way of accessing the public key of an object, one could build an arbitrary end-to-end security policy.
Das Gespräch mit Nicolas Mayencourt von dreamlab technologies in Bern, angeregt durch den Artikel von Wulf & Jones, macht etwas klarer, was damit gemeint sein könnte:

Gesendet in gekürzter Fassung im "Netzgespräch" auf DRS2 heute.

Samstag, 12. Dezember 2009

Schweizer Photovoltaikindustrie in Bewegung: Flisom ein kommender Player

Schritt für Schritt wächst in der Schweiz ein neuer Industriezweig heran im Bereich der Entwicklung und Herstellung von photovoltaischen Solarzellen. Noch lassen sich zwar die Produktionsstätten an einer Hand abzählen. Aber es tut sich was. Die Produkte, die in den hiesigen Labors und Werkstätten entstehen, gehören in Sachen Effizienz und Langlebigkeit zur Weltspitze und sind international sehr gefragt: Von ihren rund 1,6 Milliarden Franken Umsatz 2008 erwirtschaftete die rasant wachsende Schweizer Solarzellenbranche 1,5 Milliarden im Ausland, wie der jährliche Statusbericht des "Programm Photovoltaik" 2009 festhielt. Ein Überblick über eine Schweizer Zukunftsbranche.

Im Beitrag, gesendet heute in Wissenschaft DRS2, kommen zu Wort / werden erwähnt: Christophe Ballif (Uni NE / EPFL), Michael Grätzel (EPFL), Ayodhya Tiwari (EMPA), Stefan Nowak (BfE), Anil Sethi (FLISOM), Flexcell, OC Oerlikon Solar, Bundesamt für Energie; Forschungsprogramm Photovoltaik.

for the record: iDisk unter Ubuntu einhängen

Hier ist nachzulesen, wie einfach eine iDisk von .mac einzubinden ist unter Ubuntu. Einfach via "Orte" -> "Verbindung zu Server..." dieses Fenster vorholen und wie links ausfüllen. Bei der Eingabeauforderung den Usernamen wieder ohne @mac.com (oder @me.com) eintragen und das Passwort eingeben, "return" und das war's:

Kurze Kontrollfrage: Wie nützlich ist Blockbuster Medikament Tamiflu von Roche wirklich?

NZZ: "Die Firma Roche steht unter Beschuss. Sie halte wichtige Daten aus Studien zurück, welche die Wirksamkeit von Tamiflu belegen sollen, schreiben Forscher der Cochrane-Vereinigung im «British Medical Journal» («BMJ»). (...) Als der britische Privatsender Channel 4 [siehe Video weiter unten] in Zusammenarbeit mit den Cochrane-Forschern bei Roche Einblick in die Daten verlangte, wurde ihnen mitgeteilt, dass dies nur gehe, wenn sie eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreiben würden. Für die Forscher waren die gestellten Konditionen aber inakzeptabel, wie sie schreiben. Deshalb schlossen sie die fraglichen Datensätze in der neuen Analyse aus. Anhand der restlichen Daten konnten sie eine Reduktion der grippebedingten Komplikationen wie etwa Lungenentzündungen bei gesunden Menschen nicht mehr feststellen. Dies führten sie auf einen Mangel an verlässlichen Daten zurück. (...) Die Regierungen hätten sich bei der Anschaffung der Medikamente auf falsche Annahmen verlassen, schreiben Godlee und Clarke. Roche widerspricht dem. Die Firma sei von der Qualität ihrer Daten überzeugt, sagt die Mediensprecherin Martina Rupp. (...) In Reaktion auf die Untersuchungen hat Roche aber angekündigt, einen Passwort-geschützten Zugang zu den fraglichen Daten einzurichten. Es wird sich zeigen, ob dies ihre Rehabilitierung erlaubt."

Die Woche zuvor debattierten im BMJ bereits zwei Fachleute über den Umgang mit firmengesponserten klinischen Studien und ihren Daten.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Schwarze Schokolade baut Stresshormone ab

Der Schokolade, insbesondere dunkler Schokolade, werden allerlei wohltuende Eigenschaften nachgesagt. Stimmungsaufhellend und antidepressiv wirke sie, wundheilend und blutdrucksenkend und so weiter. Eine kürzlich erschienene Studie, aus der Schweiz finanziert, stellt nun fest, dass regelmässiger Konsum von dunkler Schokolade sogar Stresshormone abbauen kann.

Auskunft gab Sunil Kochhar, Schokoladeforscher bei Nestlé, über seine Arbeit "Metabolic Effects of Dark Chocolate Consumption on Energy, Gut Microbiota, and Stress-Related Metabolism in Free-Living Subjects"

Nanopartikel aus Silber in der Kleidung und im Abwasser

Nanopartikel, diese winzig kleinen Teilchen, tausend Mal kleiner als Staubkörner, finden sich inzwischen in Putzmitteln, Hörgeräten, Computeranzeigen, Teekrügen, in Plüschtieren, Sonnencremes und Insektenvertilgungsmitteln. Die Liste ist lang und wird immer länger. Die Hersteller versprechen, mit Nanomaterialien liessen sich wichtige Produkteeigenschaften verbessern. Zum Beispiel bei Sport- und Freizeitbekleidung. Was aber geschieht, wenn die mit Nanopartikeln getränkte Spezialsocke in der Waschmaschine landet?

Auskunft gaben: Bernd Nowack von der EMPA über seine Arbeit "The Behavior of Silver Nanotextiles During Washing" und Renata Behra von der EAWAG, die sich mit der Oekotoxizität von Nanosilber befasst.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Datenbanken regieren die Welt - auch an der Uni Basel

Was David Gugerli in seinem Buch sehr anschaulich nachzeichnet (und wovon er in seinem Talk an der völlig unterberichteten ["underreported" gibt's leider noch nicht auf Deutsch] Konferenz "Society of the Query" [Nein, ich war nicht dort, wär's aber gern gewesen] erzählte), manifestiert sich zum Beispiel ganz aktuell auch an der Uni Basel. Da argumentiert der Vizerektor im Interview mit der Hauszeitung auf die Frage, was die neue Forschungsdatenbank soll:
Die Datenbank kann als zusätzliches Instrument dienen, um Forschungsleistungen zu messen. Im Hinblick auf eine leistungsorientierte Mittelallokation kann es für die Forschenden von Vorteil sein, ihre Leistungen in der Datenbank sichtbar zu machen.
Nur wer in einer Datenbank existiert, existiert überhaupt. Und nur wer damit totale Transparenz herstellt (wer kann etwas gegen Transparenz haben...?), liefert messbare Leistung, und nur wer messbare Leistung liefert, bekommt - im übertragenen Sinne - zu Essen. Wie war das noch mit dem Protest der Studierenden? Die zunehmende Oekonomisierung ist einer ihrer Kritikpunkte. Das scheinbar harmlose, neutrale Instrument einer Forschungsdatenbank (wer kann da dagegen sein?) ist erklärtermassen das zentrale Instrument genau dafür. Was dort drin steht, was damit verglichen wird / vergleichbar gemacht werden soll, darum müsste wohl gestritten werden. Eine Debatte über die richtigen Felder auf der Eingabemaske? So absurd es klingt: Ja! Denn im Zeitalter der Datenbanken wird anhand der Eingabemasken die Zukunft strukturiert!
Interessant ist zudem Meier-Abts Antwort auf die Pseudofrage "Soll die Forschungsdatenbank auch eine Brücke zur Industrie schlagen?"
Das ist klar eines der Ziele. Die grossen Pharmakonzerne kennen zwar bereits heute viele Forschende und ihre Projekte, an denen sie interessiert sind. Es bestehen aber Lücken und ein grosses Bedürfnis nach einer umfassenden Information. Dann geht es vor allem auch um kleine und mittlere Unternehmen, die über die Datenbank nach Projekten suchen können, bei denen eine Zusammenrbeit infrage kommt.
Auf Elektrisch heisst das: Big Pharma will eine API-Schnittstelle zur Uni. Wie im Begleitartikel in "intern Dezember 2009" zu lesen ist, stellt die Forschungsdatenbank zudem nur eine Teil-Transparenz her. Wir lesen:
Die Forschungsdatenbank publiziert nicht automatisch Daten - schon nur aus Datenschutzgründen nicht. Confidential Agreements können berücksichtigt werden, indem man versteckt publiziert, wodurch die Projekte dann nur für die interne Jahresberichterstattung zur Verfügung stehen.
Was kann so heikel sein an der Uni, dass es nicht in der Forschungsdatenbank, einsehbar für die Oeffentlichkeit, auftauchen darf? Zielgerichtete, patentrelevante Auftragsforschung für Big Pharma? Oder andersrum: Forschung, die mit ihren Ergebnissen deren Interessen zuwiderlaufen könnte? Niemandem sei hiermit irgendwas unterstellt. Aber wer Oeffentlichkeit einerseits herstellt, aber dunkle Ecken belässt, müsste eigentlich genau erklären, wozu die dienen sollen.
Anekdotisch sei vermerkt: Es gab bereits eine Forschungsdatenbank an der Uni Basel. Die aktuelle Finanzdirektorin von Basel-Stadt, Eva Herzog, hatte die an ihrer vorherigen Stelle im Vizerektorat Forschung aufgegleist.