Dienstag, 16. Oktober 2007

dvb-h-Netzlizenz in Deutschland an T-Systems

golem meldet, dass die Deutsche Bundesnetzagentur gestern bekanntgegeben hat, dass die T-Systems Media&Broadcast GmbH (TSMB) den Zuschlag erhält für den Aufbau des dvb-h-Netzes in Deutschland. Hierbei geht es nur um den Betrieb der technischen Plattform. Die Sendelizenzen vergeben dereinst die Landesmedienanstalten. Damit hatte T-Systems in Deutschland mehr Glück als in der Schweiz...

Freitag, 5. Oktober 2007

Gerd Leonhard über "The End of Control"

Am Nokia CEO Summit Asia, der dieser Tage in Bali über die Bühne geht, hat Gerd Leonhard einen Vortrag gehalten zum Thema "The End of Control". Das sind dessen Slides, die einige sehr interessante Daten bündeln:

Unter dem gleichen Titel ist auch Leonhards neues Buch zu finden. Online und kostenlos.

Montag, 1. Oktober 2007

Swisscom & HandyTV: 24 Kanäle

Swisscom-Sprecher Carsten Roetz hat mir freundlicherweise per E-Mail ein paar Fragen beantwortet im Zusammenhang mit der Vergabe der HandyTV-Konzession an Swisscom Broadcast:

io: Wieviele Kanäle verbreiten Sie maximal mit Ihrem Netz? (Ihr Konkurrent sprach von 26, die er transportieren könne.)

CR: Swisscom Broadcast plant, 24 Kanäle auf der DVB-H Plattform anzubieten.

io: Wieviele Kanäle werden Sie mit bereits existierenden, nicht extra für mobileTV produzierten Sendern belegen? (à la SF1, SF2, RTL etc.)

CR: Das UVEK hat festgelegt, dass mindestens 70% der Übertragungskapazität für die Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen genutzt werden muss. Swisscom Broadcast stellt nur die Übertragung sicher, die Definition des Angebots erfolgt über die Mobilfunkbetreiber. Sie sind frei in der Entscheidung, welche Sender sie anbieten werden. Während des letzten Tests boten die Mobilfunkanbieter zwischen 17 und 18 TV-Sender sowie 3 bis 4 Radio-Sender an.

io: Was sind die Spielregeln für (neue) Programmveranstalter, die sich für einen Kanal interessieren, den sie spezifisch für mobileTV produzieren wollen?

CR: Es ist noch zu früh für solche Aussagen. Swisscom Mobile wird basierend auf der neuen Ausgangslage nun am kommerziellen Angebot arbeiten.

io: Wer entscheidet nach welchen Kriterien, wer einen Kanal erhält - und wer nicht?

CR: Es liegt in der Entscheidung des B2C-Anbieters (Swisscom Mobile, Orange, Sunrise), welche TV-Programme er seinen Kunden anbieten wird. Es ist aber anzunehmen, dass es in etwa dieselben TV-Programme sind, welche zuhause vor dem TV am meisten geschaut werden. Seitens Swisscom Mobile ist noch kein fertiges Angebot definiert.

io: Wie gewährleisten Sie, was die ComCom so umschreibt: "Von grosser Bedeutung für die ComCom ist die Verpflichtung, dass die Konzessionärin Swisscom Broadcast allen TV-Veranstaltern und Fernmeldedienstanbietern den gleichen Zugang zu dieser Verbreitungsplattform zu angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen anbieten muss (vgl. Artikel 51 RTVG)."?

CR: Swisscom Broadcast wird ihre DVB-H-Plattform sämtlichen interessierten Anbietern diskriminierungsfrei zur Verfügung stellen.

io: Wie gestalten Sie das Verhältnis Swisscom Broadcast - Mobilfunknetbetreiber (Sunrise etc.) - Programmveranstalter?

CR: Das Geschäftsmodell von Swisscom Broadcast sieht ein reines Wholesale-Produkt für die Mobilfunkbetreiber vor. Welche Inhalte übertragen werden, bestimmen die Anbieter selber.

io: Was schätzen Sie, wieviele Handymodelle werden im Frühjahr '08 auf dem Schweizer Markt angeboten werden, die dvb-h unterstützen?

CR: Eine Einschätzung ist schwierig, die heutige Verfügbarkeit ist sehr beschränkt. Wir hoffen und gehen jedoch davon aus, dass die steigende Verbreitung von DVB-H-Netzen zu einer breiteren und attraktiveren Angebotsvielfalt bei den Handys führt. Das ist ein wesentliches Erfolgskriterium für den Start von DVB-H.

io: Sie haben 24 Kanäle, die Sie übertragen. Und: Primär 3 Anbieter, die ihrer Kundschaft dvb-h-Handys beliebt machen wollen / sollen. Wie wird sich in dieser Konstellation das MobileTV-Angebot z.B. von Swisscom Mobile von dem der anderen beiden differenzieren können? Welche Szenarien gibt es in der Situation? Wird es eine Anzahl Kanäle geben, die alle drei Handynetzbetreiber anbieten (nämlich SF1, SF2, RTL, Sat1 etc.) und einige Kanäle, die "betreiberspezifisch" sein werden (fiktives Beispiel: MärchenTV und ComputertippsTV nur bei Orange, GartenTV und PunkTV nur bei Sunrise, etc.)? Sind auch ev. auch Mischformen denkbar à la: AutoTV bieten Swisscom Mobile und Sunrise an, Orange aber nicht.

CR: Das ist so - jeder Netzbetreiber kann sich sein Angebot nach Wunsch zusammenstellen. So ist sicher eine Differenzierung möglich, wie auch über die Zugangspreise.

Freitag, 28. September 2007

Handy-TV-Konzession an Swisscom

Tja, da war T-Systems wohl etwas zu optimistisch, denn heute gab die ComCom bekannt, dass die Lizenz für den Aufbau und Betrieb des schweizweiten Handy-TV-Netzes an die andere Bewerberin im Rennen geht, an Swisscom Broadcast. MobileTVSchweiz, die T-Systems als Partnerin hatte gewinnen können, ist entsprechend enttäuscht. Man darf gespannt sein, wie Swisscom Broadcast garantieren will, was der ComCom, laut ihrer Mitteilung, sehr am Herzen liegt:
Von grosser Bedeutung für die ComCom ist die Verpflichtung, dass die Konzessionärin Swisscom Broadcast allen TV-Veranstaltern und Fernmeldedienstanbietern den gleichen Zugang zu dieser Verbreitungsplattform zu angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen anbieten muss (vgl. Artikel 51 RTVG).

Samstag, 15. September 2007

DVB-H-Lizenz: T-Systems optimistisch für .ch

"Von den Mobilfunk-Unternehmen in der Schweiz haben wir klare Signale empfangen, dass man eine Zusammenarbeit mit uns wünscht", so lässt sich Bertold Heil, Leiter Geschäftstrategie, Medienpolitik, Kooperationsstrategie bei der T-Systems Media & Broadcast GmbH, im Artikel drüben bei "digital fernsehen" zitieren. Heil vertrat sein Unternehmen in der Angelegenheit u.a. bei der Medienkonferenz von mobiletvschweiz am 9. August.

Freitag, 14. September 2007

Dienstag, 4. September 2007

Marktanalyse Mobile TV, Stand Sommer '06

Das Kölner Medien + Entertainment Management Institut hat eine interessante Marktanalyse verfasst. Stand Sommer '06, aber in vielen Bereichen immer noch eine anregende Lektüre.

Samstag, 25. August 2007

dvb-h in Oesterreich: T-Systems interessiert

Der Wiener Standard meldet heute:
Konkurrenz für ORF-Sendertochter ORS
Medienbehörde schreibt technische Plattform für Handy-TV Mitte September aus - T-Systems (T-Mobile) erwägt eine Bewerbung
Wien - Mitte September dürfte die Medienbehörde die technische Plattform für Handy-TV (DVB-H) ausschreiben. Die ORF-Sendertochter ORS könnte da Konkurrenz bekommen: Nach STANDARD-Infos überlegt auch T-Systems (T-Mobile) eine Bewerbung.
DVB-H sei ein "Kernthema" für T-Systems, hieß es dort auf Anfrage, wie man schon in Deutschland und bei internationalen Projekten gezeigt habe. Kommunikationschef Gerhard Svagera wollte eine mögliche Bewerbung nicht kommentieren, aber: "Österreich ist ein interessanter Markt".
Remember: T-Systems ist Partner von mobileTVschweiz im Rennen um die Netzkonzession.