Dienstag, 18. Dezember 2007

Ericsson meldet: MBMS erfolgreich getestet

Multicasting innerhalb von 3G-Netzen, um die Probleme von Unicast-Streams zu vermeiden, kommt näher: Ericsson hat (vergl. it-times) das hauseigene Verfahren mit dem Kürzel MBMS (Multimedia Broadband Multicast Service) erfolgreich getestet. Besonders interessant: MBMS kann offenbar über bestehende UMTS-Netze angeboten werden (wenn die Hardware von Ericsson stammt, nehm ich an). Es braucht für TV über MBMS also keine weiteren Sendemasten, die für dvb-h aber meist unumgänglich sind...

Freitag, 14. Dezember 2007

Sunrise startet Mobile-TV neu

Der NetzwocheTicker meldet, Sunrise lanciere das IPTV-Angebot neu. Bis Februar 2008 seien darüber 16 nationale und internationale Sender per Streaming via UMTS/HSDPA gratis zu empfangen. Dass der Start in der gleichen Woche erfolge wie der vorläufige Rückzug von Sunrise aus dem Handy-TV-Projekt mit Swisscom, sei ein Zufall, meinte ein Sprecher von Sunrise. Laut Netzwocketicker war das dvb-h-Projekt der Swisscom für Sunrise und Orange zu teuer.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Orange und Sunrise steigen aus handy-tv aus

Heute hat die Swisscom mitgeteilt, dass die beiden anderen Telcos Sunrise und Orange aus dem gemeinsamen Projekt zur Einführung von dvb-h HandyTV auf die Euro08 hin ausgestiegen sind. Das heisst, dass also sehr wahrscheinlich nur Swisscom Mobile dereinst dvb-h-fähige Handys im Angebot haben wird. Was bedeutet das generell für die Einführung dieser Verbreitungstechnologie? Es wird wohl deutlich harziger gehen, als wenn alle drei am selben Strick gezogen hätten.

Montag, 26. November 2007

dvb-h in .de (und .ch?) nicht auf EM '08?

Heise berichtet, die FTD berichte, es sei kaum mehr wahrscheinlich, dass das mobile Fernsehen auf der Basis von dvb-h in Deutschland rechtzeitig zur Euro08 starten könne. Und in der Schweiz? Auch da droht dvb-h Ungemach. Die Basler Zeitung schrieb am 15. November:
Die grösste Schweizer Vereinigung gegen Elektrosmog, Gigaherz , will die Einführung des Handy-TV bis vor Bundesgericht bekämpfen. «An der Euro 2008 wird man die Spiele mit Sicherheit nur über die konventionellen Kanäle verfolgen können», ist Gigaherz -Präsident Hans-U. Jakob überzeugt. Sein Verein vertritt rund 500 lokale Mobilfunkgruppen und 100 Einzelmitglieder und gilt als Haudegen unter den Mobilfunkkritikern. Mit seiner offensiven Strategie war Gigaherz in letzter Zeit sehr erfolgreich. Der Verein erreichte im Juli dieses Jahres vor dem Berner Verwaltungsgericht den Abbruch eines Wimax-Versuchs (Netz zur mobilen Datenübertragung) der Swisscom im Simmental. Zudem sprach das Gericht dem Verein das Verbandsbeschwerderecht zu. Seit Oktober ist Gigaherz zudem als gemeinnützige Vereinigung anerkannt.
Man darf gespannt sein, wie die Auseinandersetzung weitergeht.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Social Networks: make or buy?

Wär ich ein Medienunternehmen, das sich ernsthaft auf die asynchrone, internetbasierte Konversation mit seinem Publikum einlassen will mittels Aufbau eines Social Networks um seine Medienkanäle, würd ich erst mal bei Ning und KickApps vorbeischauen. Vielleicht reichen ja auch schon die Tools von Facebook. Bevor ich nur einen Franken in eine Eigenentwicklung investieren würde.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

R&D bei der British Broadcasting Corp.

Matt Locke, "Head of Innovation for BBC New Media & Technology" (sein Blog), erzählte vergangenen November an der European Futurists Conference in Luzern darüber, wie Innovation bei der BBC geschieht und wohin die Reise geht... Locke arbeitet inzwischen bei Channel 4.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Goldmedia: Handy-TV ersetzt Bettlektüre

Die Beratungsfirma Goldmedia will in einer ihrer Studien festgestellt haben, dass mobile TV seine Hauptnutzungsphase abends, parallel zu den PrimeTimes von old school Fernsehen, hat:
Zwar sind Arbeitsplatz, Mittagspause und die Bahn charakteristische Umgebungen, in denen Handy-TV geschaut wird. Eine noch viel intensivere Nutzung aber findet am Abend statt, vornehmlich sogar zuhause in den eigenen vier Wänden. So nutzen in Frankreich und Großbritannien je nach Feldtest zwischen 14 und 35 Prozent der Probanden Handy-TV auf dem Weg zur Arbeit oder zurück, den sogenannten „Drive Times“. Aber: 36 bis 50 Prozent gaben an, Mobile TV zuhause zu schauen. Teilweise übernimmt das Handy-TV sogar die Funktion der „Bettlektüre“ vor dem Einschlafen.
Interesting... Könnte das aber nicht auch einfach ein "early adopter" Phänomen sein, das mit der Zeit nachlässt? Oder ist der Konsum von HandyTV abends im Bett ein Nutzungsverhalten, das stabil bleibt? Man wird sehen. In der Corporate Edition kostet die Studie 2'250.- Euro (plus MWst.). Herausgekommen ist sie allerdings bereits im vergangenen März. Ob die Publikation des Entscheides der Deutschen Bundesnetzagentur gestern Goldmedia dazu brachte, nochmals auf ihre vor sieben Monaten publizierte Studie aufmerksam zu machen...?

dvb-h-Netzlizenz in Deutschland an T-Systems

golem meldet, dass die Deutsche Bundesnetzagentur gestern bekanntgegeben hat, dass die T-Systems Media&Broadcast GmbH (TSMB) den Zuschlag erhält für den Aufbau des dvb-h-Netzes in Deutschland. Hierbei geht es nur um den Betrieb der technischen Plattform. Die Sendelizenzen vergeben dereinst die Landesmedienanstalten. Damit hatte T-Systems in Deutschland mehr Glück als in der Schweiz...