Sonntag, 4. Mai 2008

Noam Chomsky @ Google

Am 22. April 2008 sprach Noam Chomsky bei Google im Rahmen der Serie Authors@Google. Er wird übrigens am 7. Dezember 80 Jahre alt. Ist ihm aber beileibe nicht anzumerken!

Montag, 21. April 2008

dvb-h in .ch: Programminnovation = Null

"Wir werden den Termin für den Sendestart vermutlich nicht einhalten können", meinte Bruno Bucher von Mobile TV Schweiz in der WerbeWoche vom 10. April dieses Jahres. Und tatsächlich ist sein MoTV nicht im Paket der Swisscom drin, so wie es vor ein paar Tagen präsentiert wurde. Auf "Bluewin TV mobile HD", wie das dvb-h-Angebot bei der Swisscom heisst, sind laut Unterlagen der entsprechenden Medienkonferenz die folgenden 20 Kanäle: SF1, SF2, SFinfo, Pro7, Sat1, Vox, RTL, MTV, Viva CH, Eurosport, TSR1, TSR2, TF1, France3, France3, M6 Suisse, TSi1, TSi2, RAI1, Canale5. Nix ARD, nix ZDF, nix CNN, nix n-tv, nix BBC, nix ORF. Und vor allem auch tragischerweise: Nix Neues, extra für das mobile Publikum, wie MoTV oder andere. Eigentlich schwer enttäuschend! 20 Kanäle, die auf Couch Potatoes ausgerichtet sind, empfangen auf einem plusminus coolen Gerät, das Du immer dabei hast. Will man das wirklich? Wünschte man sich nicht etwas extra auf die konkrete Nutzungssituation Zugeschnittenes z.B. zu den Pendlerzeiten im Zug / Tram/ Taxi? Oder wird Buchers MoTV später noch aufgeschaltet? Sind einige Kanäle Abschusskandidaten, wenn neue, attraktive Player kommen und auf die Plattform drängen? Fliegt z.B. Canale5 raus, wenn Bucher startklar ist?
Die Auswahl führte bereits wahrnehmbar zu langen Gesichtern. Online PC verspricht auf bald einen ausführlichen Test. Wir sind gespannt.

Samstag, 5. April 2008

Startup gango.ch / .de / .com goes beta

Planen, flicken, renovieren, testen, designen, bauen, putzen, malen, unterrichten, entwerfen, organisieren usw. usf.: Wer macht mir das zum besten Preis? Oder umgekehrt: Wo find ich Arbeit in meinem Bereich? Darauf will gango Antworten geben. GANGO zielt hoch: Die Site will der globale Marktplatz sein, wo jede Art von Dienstleistungsangebot und -nachfrage einander finden auf transparente, faire und effiziente Weise. Dazu bietet gango ein umfangreiches Set an Werkzeugen und Abläufen. Aufträge lassen sich detailiert beschreiben und dann versteigern (reverse auction) oder frei ausschreiben. Die Gelben Seiten erlauben eine präzise Selbstdarstellung der Anbietenden. Clevere Tools hinter den Kulissen bringen Angebot und Nachfrage auch nach genauen geographischen Kriterien miteinander in Kontakt.
Noch läuft gango im halboffenen beta-Betrieb. Aufträge suchen geht zwar unangemeldet. Einen Auftrag ausschreiben, darauf offerieren sowie der Eintrag in die Gelben Seiten brauchen ein Konto. Und das gibt's nur auf Einladung oder

über diesen Link: gango.ch - Give it a try!
Nach Klick: weiter bei "neuen Benutzer registrieren" / "Creat a new account" unter Login. Falls dies nicht auftaucht, probier's hiermit: snurl.com/gangokonto

Um Feedback ist das Gango-Team übrigens jederzeit sehr froh! Ein ausführliches HOWTO gibt's hier. Hinter gango stecken unter anderem der Informatikingenieur Felix Kägi von exceptionhandler und der GIS-Spezialist Dieter Zuberbühler von gogis.

Disclaimer: Einer der Gründer ist ein guter Bekannter.

Mittwoch, 26. März 2008

Google und Microsoft forschen gemeinsam

Stell Dir vor, Dein Computer protokolliert mit, wann Du was mit welchem Dokument / Film / Musikstück / Bild tust und in welchem Kontext mit beliebigen anderen Files Du das machst. Er zeichnet eine Art Film Deiner gesamten Aktivitäten am Rechner auf. Und diese Aufzeichnung kannst Du danach durchsuchen. Im Sinne von: Wenn Du File A öffnest, stehen automatich alle letztmals plusminus gleichzeitig mit A bearbeiteten Files zur Verfügung. Oder: Du setzt ein Bild in ein Dokument ein und eine Woche später willst Du es ersetzen, weisst aber nicht mehr, woher Du es damals hattest. Dein Compi weiss es noch! Du suchst eine bestimmte Version eines Dokumentes - aber welche? Du erinnerst Dich, dass damals gleichzeitig ein Mail von XY reinkam. Dieses Mail reicht, um das gesuchte Dokument aufzufinden. Vorgestern hast Du einen Song laufen lassen während Du den Text schriebst. Wie hiess das Lied nochmal? Nimm den Text, und das Protokoll nennt den Titel. Usw. usf. Dein Rechner erinnert sich also quasi an alle Kontexte und zeitlichen Abfolgen Deiner Arbeiten. Wär manchmal praktisch, es gäb sowas. Genau daran arbeiten Elin Ronby Pedersen und Jeanine Spence. Die beiden Frauen haben ihr gemeinsam publiziertes Paper darüber am 13. Januar 2008 auf den kanarischen Inseln am "International Workshop on Recommendation and Collaboration" vorgestellt. Es heisst "A Case for Usage Tracking to Relate Digital Objects" (pdf gibt's hier - get it while it's hot!). Interessanterweise arbeitet Pedersen bei Google (früher bei Microsoft) und Spence bei Microsoft. Warum das interessant ist? Weil dieses Paper ein Indiz dafür ist, dass Google und Microsoft sich gemeinsam nicht nur für Deine Datenspur im Netz (Deine attention data und Deine gestures im Sinne von Steve Gillmor) interessieren (Google trackt alles!), sondern auch für Dein Verhalten auf Deinem Rechner. Natürlich ist das Interesse verpackt in das Konzept für ein kommendes Feature sei es von Windows 7 oder Google Desktop. Oder wie es im vorletzten Abschnitt des Papers heisst:

Looking ahead we see usage tracking as an interesting additional source of data that can enable numerous improvements in both functionality and user experience.
"...and in revenue" ist man versucht anzufügen.

Der Titel dieses Postings mag übertrieben sein. Ein gemeinsam publiziertes research-Paper einer Googlerin und einer Microsoft-Frau muss nicht viel heissen. Aber die Kooperation von zwei Angestellten über die Mauern zwischen Google und Microsoft hinweg in einem strategisch nicht uninteressanten Bereich ist dennoch durchaus bemerkenswert.

Mittwoch, 12. März 2008

dailyme.tv @ elektrischerreporter.de

Ist zwar schon über ein halbes Jahr alt die Folge vom elektrischen Reporter, aber die portraitierte Site dailyme.tv ging erst vor einigen Tagen online - und ihr Service kommt in rund zwei Wochen auch in die Schweiz. dailyme ist - stark verkürzt - ein Podcastkatalog und -aboverwalter im Browser plus ein Downloadclient im Handy. Die beiden sind offenbar (hab's nicht selbst getestet) recht clever miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine Art iTunes im Browser, das die Podcasts ohne Umweg über den PC/Mac direkt auf's Handy synct, sprich: im Hintergrund downloadet. Bleibt weiterhin das Problem von Bandbreite und Datenkosten, wenn man nicht grad im eigenen WLAN steht. Aber als Idee not bad.

Plan B zu dailyme.tv: wizzard media hat für das iPhone eine Web-Applikation entwickelt, die Podcastabos verwaltet und abonnierte Shows gleich ohne Download auf's Gerät streamt. Demo gibt's hier. Damit handelt man sich natürlich u.U. Probleme ein, wenn die Bandbreite grad nicht ausreicht im Moment, da man eine Show ansehen will. Drum Plan B.

Montag, 10. März 2008

"Must listen to" of the day: TWiT 135

Leo Laporte, Jason Calacanis, Jerry Pournelle, Wil Harris und - kurz auch Robert Scoble - debattieren über SXSW, Mix, das iPhone SDK etc. Was hab ich gelernt: Jimmi Wales hat seine zwielichtigen Seiten, hinter den Kulissen gibt's Bewegungen, Wikipedia zu kommerzialisieren ("Google is dead!" ???), das Gespräch zwischen Mark Zuckerberg und Sarah Lacey ist abgestürzt, twitter kann ein Feedbackkanal sein an Konferenzen, creative commons und open source sind eigentlich marketing tools, wenn Du am Gewinnen bist, bist Du geschlossen (Google search, Apple iTunes), wenn Du am kürzeren Hebel sitzt, bist Du offen (Google phone, amazon non-drm-mp3s), das iPhone ist Apples trojanisches Pferd in die Businesscommunity (unterstützt jetzt Outlook), die Manager werden sich sagen: "Warum dürfen meine Kinder so ein cooles Handy haben und ich muss mich mit einem langweiligen Blackberry rumschlagen?".

Mit TWiT im Ohr die Woche zu beginnen, ist meistens ein grosses Vergnügen. Diesmal war's ganz besonders so.

Mittwoch, 5. März 2008

Wordpress wird open source social network

Der Gründer von Wordpress, Matt Mullenberg, hat den Entwickler von buddypress (zuzeit offline wg. Serverumzug; Version aus dem Googlecache ) angeheuert, wie er in seinem Blog schreibt. Der Plan: Wordpress in der Multiuserversion zur Softwareinfrastruktur für socal networks machen. Matt:

Someday, perhaps, the world will have a truly Free and Open Source alternative to the walled gardens and open-only-in-API platforms that currently dominate our social landscape.
Ein spannender Ansatz. Das finden auch ganz viele andere... facebook, myspace & co müssen sich warm anziehen. ning & co tendentiell wohl auch.

Dienstag, 4. März 2008

Ist dvb-t der dvb-h-Killer?

LG lanciert demnächst in Deutschland via The Phone House das dvb-t-Handy. Das bringt Henning Gajek dazu, bereits einen Abgesang auf dvb-h zu schreiben. Auf meine Anfrage hin liess "The Phone House Schweiz" durchblicken, dass das dvb-t-Gerät von LG im Mai auch hierzulande erhältlich sein werde. Eventuell mit Sunrise als Partner. Heute erfuhr ich zudem von anderer Seite, dass die Swisscom ihr dvb-h-Angebot gegen Ende April lancieren will. Es wird interessant sein zu verfolgen, wie die zwei einander beeinflussen: dvb-t (gratis, max. halbes Dutzend Kanäle) und dvb-h (kostenpflichtig, gegen 20 Kanäle) auf dem Handy.