...ein Klimaschutzprojekt. Zahl das Geld auf mein PC-Konto ein (40-119561-8) und ich kauf mir davon ein 1. Klasse GA der SBB, wenn genug zusammen ist. Dafür lass ich die Finger von stinkenden Autos und leg mir doch keinen Offroader zu. Was myclimate kann, kann ich schon lange. Gibt es "effektivere Emissionsreduktionen" als auf's Auto zu verzichten? Eben. Zahlen, bitte! Ich schreib Dir auch gerne ein Emissionsreduktionszertifikat. Kein Problem!
Oder hab ich da etwas missverstanden?
Montag, 3. Januar 2011
Dienstag, 28. Dezember 2010
Wo kommen denn Sie her? Where do you come from?
Aus einem kleinen Weiler, etwa 140 Kilometer südsüdwestlich von Minsk:
From a small village, 87 miles southsouthwest of the whiterussian capital Minsk:
From a small village, 87 miles southsouthwest of the whiterussian capital Minsk:
Sonntag, 26. Dezember 2010
An langen Winterabenden ...
... ist endlich mal Zeit, um interessante / schöne / inspirierende Videos zu schauen. Hier ein paar Vorschläge:
Dienstag, 9. November 2010
Wie häufig sind Depressionen? Und wem nützt es, wenn die Zahlen steigen?
(Ergänzung am 4.1.2011: Im NZZ Folio 01/11 schreibt Martin Lindner über "Die Epidemie, die keine ist": "Heutzutage kennt jeder jemanden, der depressiv ist, phobisch oder bipolar. Oder er ist es selbst. Doch der Eindruck, dass immer mehr Leute psychisch krank werden, täuscht.")
Es ist Herbst und das Thema Depression hat in den Medien wieder Hochkonjunktur. Diesmal tritt das BAG selber den Depro-Hype los und die SDA ist seine Trompete. Sie schreibt im Original:

Schon im Lead von SDA - und logischerweise auch Newsnetz - schreit einem der Schwachfug ins Gesicht: Wie in aller Welt, soll aus einer einzigen Statistik eines Jahres ein Trend abzulesen sein? Wie kommt die SDA zur unhaltbaren Aussage, "immer mehr Menschen" suchten wegen Depressionen ärztliche Hilfe auf? Vielleicht kommt ja noch etwas, aber bis jetzt findet sich beim BAG keine Medienmitteilung, die als Grundlage für die SDA-Meldung hätte dienen können (und wo ev. Hintergründe dazu zu finden wären - Meine Güte, jetzt hoff ich schon darauf, dass die zugrundeliegenden Communiqués jene Hintergründe liefern, die ihre journalistische Aufbereitung versaut hat; weit ist's gekommen!).
Die Aussage im Lead der SDA, dies sei die "erste Sentinella-Statistik zu Depressionen" ist zudem kreuzfalsch. Das Publikationenverzeichnis von Sentinella schreibt schwarz auf weiss auf Seite 13: "T. Lehmann, Arbeitsgruppe Sentinella; Depression; Jahresbericht 1988/89".
Leider ist dieser Jahresbericht nicht elektronisch zugänglich. Aus dem Vergleich von dessen Zahlen mit denen von 2008 liesse sich vielleicht ein Trend konstruieren. Auf diese 20 Jahre alten Daten nimmt aber niemand Bezug. Weder das BAG in seinem Wochenbulletin (anders als im Schlussbericht zu Sentinella) noch die SDA etc.
Zwar deutet der letzte Satz der Meldung an, wie der Trend konstruiert wurde:
Beim Gerede von wachsenden Zahlen von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen scheint mir übrigens immer grösste Skepsis angebracht! Schon die Zahlen des Kantons Basel-Stadt und des BAGs unterscheiden sich um einen Faktor 4:
PS: UPDATE Dienstag, 12:30. Inzwischen hat mir das BAG die Quelle für die SDA-Geschichte genannt: Sein wöchentliches Bulletin Nr. 45/10 (, das auch den Link auf den nun endlich publizierten Schlussbericht der Sentinella-Daten in Sachen Depression enthält, welcher der Hintergrund zum Artikel im BAG Bulletin ist und worin auf S. 18 über die Methode, wie die Sentinella-Daten auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet werden, steht:
Wäre es nicht rationaler, ein paar Jahre lang diese Zahlen zu sammeln, sie dann auszuwerten, und erst dann zu entscheiden, ob das Land tatsächlich ein "Bündnis gegen Depression" verschrieben bekommt? Statt die PR-Mühlen schon anzuwerfen, bevor wirklich harte Daten auf dem Tisch liegen???
P.P.S. Da schau an! Newsnetz hat die Headline verändert (Stand 14:00)! Jetzt lautet sie:
Es ist Herbst und das Thema Depression hat in den Medien wieder Hochkonjunktur. Diesmal tritt das BAG selber den Depro-Hype los und die SDA ist seine Trompete. Sie schreibt im Original:
Bern · Wegen Depressionen zum Hausarzt - Erste Statistik liegt vorPrompt landet das Communiqué, stimmig aufgemacht und reisserisch übertitelt, auf der Frontpage bei den Newsnetz-Sites:
Immer mehr Menschen suchen wegen Depressionen ärztliche Hilfe. Pro 1000 Hausarztbesuche erfolgen fast 13 wegen der psychischen Krankheit, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Die Zahlen stammen von der ersten Sentinella-Statistik zu Depressionen aus dem Jahr 2008.

Schon im Lead von SDA - und logischerweise auch Newsnetz - schreit einem der Schwachfug ins Gesicht: Wie in aller Welt, soll aus einer einzigen Statistik eines Jahres ein Trend abzulesen sein? Wie kommt die SDA zur unhaltbaren Aussage, "immer mehr Menschen" suchten wegen Depressionen ärztliche Hilfe auf? Vielleicht kommt ja noch etwas, aber bis jetzt findet sich beim BAG keine Medienmitteilung, die als Grundlage für die SDA-Meldung hätte dienen können (und wo ev. Hintergründe dazu zu finden wären - Meine Güte, jetzt hoff ich schon darauf, dass die zugrundeliegenden Communiqués jene Hintergründe liefern, die ihre journalistische Aufbereitung versaut hat; weit ist's gekommen!).
Die Aussage im Lead der SDA, dies sei die "erste Sentinella-Statistik zu Depressionen" ist zudem kreuzfalsch. Das Publikationenverzeichnis von Sentinella schreibt schwarz auf weiss auf Seite 13: "T. Lehmann, Arbeitsgruppe Sentinella; Depression; Jahresbericht 1988/89".
Leider ist dieser Jahresbericht nicht elektronisch zugänglich. Aus dem Vergleich von dessen Zahlen mit denen von 2008 liesse sich vielleicht ein Trend konstruieren. Auf diese 20 Jahre alten Daten nimmt aber niemand Bezug. Weder das BAG in seinem Wochenbulletin (anders als im Schlussbericht zu Sentinella) noch die SDA etc.
Zwar deutet der letzte Satz der Meldung an, wie der Trend konstruiert wurde:
Das BAG rechnete diese Zahlen mittels Daten des Krankenkassen-Dachverbandes Santésuisse und dem Bundesamt für Statistik hoch.Aber über die Methoden schweigt sich die Agentur aus. Eher anekdotisch interessant scheint mir, dass die CHF 10'000.- teure wissenschaftliche Auswertung der Sentinella-Zahlen von 2008 gemäss Projektdatenbank eigentlich bereits Ende November 2009 abgeschlossen wurde. April bis Juni 2010 musste offenbar sozialwissenschaftlich für CHF 16'920.- nochmals dran rumgeschraubt werden. Und bis zum jetzt publizierten, ominösen Communiqué in der Angelegenheit mussten weitere 4 Monate ins Land streichen... Und das alles endet schliesslich verkürzt, unvollständig und irreführend im Newsnetz. Schade um die viele Arbeit!
Beim Gerede von wachsenden Zahlen von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen scheint mir übrigens immer grösste Skepsis angebracht! Schon die Zahlen des Kantons Basel-Stadt und des BAGs unterscheiden sich um einen Faktor 4:
BS: Jeder fünfte Erwachsene leidet mindestens einmal im Leben unter einer Depression.Das Gesundheitsobservatorium bietet zwar eine lange Publikationenliste dazu. Aber, wer die Datenbasis für diese Aussagen zu rekonstruieren versucht, sieht, dass ein Bericht immer den vorhergehenden zitiert, der einen Dritten zitiert (soweit normales wissenschaftliches Vorgehen...), am Ende aber nicht viel mehr als Grundlage bleibt für z.B. die viel herumgereichte, maximalistische Aussage, dass jede zweite Person in der Schweiz einmal im Leben an einer psychischen Störung erkranke, als zwei relativ dünne Studien: eine aus Basel (Wacker 1995, vergriffen) & die viel zitierte sog. "Zürich"-Studie. Letztere sagt ehrlicherweise allerdings über sich selber:
BAG: Man nimmt an, dass 5-7% der Bevölkerung an Depressionen erkranken.
The data are based on a relatively small sample; a single age cohort, and the study was conducted in Zurich, Switzerland. These study features may diminish the generalisability of the findings.Depression ist eine zu ernste Sache, um sie der Journaille zu überlassen!
PS: UPDATE Dienstag, 12:30. Inzwischen hat mir das BAG die Quelle für die SDA-Geschichte genannt: Sein wöchentliches Bulletin Nr. 45/10 (, das auch den Link auf den nun endlich publizierten Schlussbericht der Sentinella-Daten in Sachen Depression enthält, welcher der Hintergrund zum Artikel im BAG Bulletin ist und worin auf S. 18 über die Methode, wie die Sentinella-Daten auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet werden, steht:
Eine exakte Beschreibung der Methode dieser Hochrechnung ist bei den Sentinella-Verantwortlichen des BAG erhältlich.Wie bitte? Warum wird diese, für die Abschätzung der Relevanz und Wissenschaftlichkeit der daraus abgeleiteten Zahlen zentrale Methode nicht direkt im Schlussbericht offengelegt? Warum diese unnötige Hürde? Ob der Bericht dadurch 2 Seiten länger wird oder nicht, kann ja wohl nicht das Problem gewesen sein. Aber dass der Zugang zur Methode, die zu gesundheitspolitisch relevanten Zahlen führt, vernebelt wird, ist ein Problem!). Im BAG-Bulletin auf S. 1075 steht auch gleich wieder im zweiten Satz:
In den vergangenen Jahren hat die Zahl der gestellten Diagnosen in der Schweiz zugenommen.Ein Beleg für diese folgenreiche Aussage wird nicht referenziert. Die Quelle ist also auch nach der Lektüre des BAG Bulletins unbekannt. Aber mit diesem Satz ist wenigstens erklärbar, wie die SDA zu ihrem ersten - unbelegten! - Satz im Lead kommt:
Immer mehr Menschen suchen wegen Depressionen ärztliche Hilfe.Die einzige kontinuierliche Quelle, die bisher eventuell solche Aussagen zuliesse, ist der so genannte "Schweizerische Diagnosen Index (SDI)". Das ist allerdings ein Marketinginstrument, vertrieben von der kommerziellen Pharmamarketing-Beratungsbude IMS. IMS macht regelmässig Umfragen unter AerztInnen, was sie warum verschreiben. Auch im psychiatrischen Bereich. Und dort wird er von den Gesundheitsbehörden auch konsultiert und zitiert. Um an diesen Unterdatensatz des SDI ranzukommen, zahlt alleine das Bundesamt für Statistik 10'000.- jährlich seit 2008, steht in der Forschungsdatenbank Aramis. Aber warum steht dort nicht, wer die Daten liefert, sondern wird nur unbestimmt von einem "Auftragnehmer" gesprochen?
Der Auftragnehmer stellt dem Obsan ein spezifiziertes Tabellenset zu Diagnosen, Arzt-Patientenkontakten und Verschreibungen aus der Datenbank SDI zur Verfügung. Es handelt sich dabei um Daten der Berichtsjahre 2000-2010 und des Diagnosenkapitels F gemäss ICD-10 (Psychische Erkrankungen).Es wäre wohl langsam an der Zeit, dass die Gesundheitsbehörden eine andere Quelle für ihre Behauptung der wachsenden Zahl Depressiver verwenden, als die Angaben des Pharmamarketing! Alles, was es bräuchte, wäre mit Sentinella ebenso kontinuierlich das Thema Depression zu beobachten, wie es für Grippe, Masern, Mumps und Röteln seit über 20 Jahren selbstverständlich ist!
Wäre es nicht rationaler, ein paar Jahre lang diese Zahlen zu sammeln, sie dann auszuwerten, und erst dann zu entscheiden, ob das Land tatsächlich ein "Bündnis gegen Depression" verschrieben bekommt? Statt die PR-Mühlen schon anzuwerfen, bevor wirklich harte Daten auf dem Tisch liegen???
P.P.S. Da schau an! Newsnetz hat die Headline verändert (Stand 14:00)! Jetzt lautet sie:
Romands besonders anfällig auf DepressionenDas ist zwar ebenso ins Blaue behauptet wie die alte Schlagzeile, wie im etwas ausführlicheren Artikel zum selben Thema, ebenfalls bei Newsnetz, von Iwan Städler, der die SDA-Meldung ausgebaut hat, herauszufinden ist, wo steht:
Während im Erhebungsjahr 2008 in Graubünden und im Tessin auf 1000 Konsultationen 2,5 Depressionsmeldungen kamen, waren es in der Westschweiz fast zehnmal mehr – nämlich 21,1. Damit liegt die Romandie mit Abstand an der Spitze aller Regionen. (...) Heisst dies nun, dass die Westschweizer deutlich unglücklicher sind als die Deutschschweizer? Oder erkennen die dortigen Ärzte einfach schneller eine Depression? Beides sei möglich, sagt Regula Ricka vom BAG.aber was ficht einen rechten Titeldichter die sachliche Korrektheit an?
Sonntag, 7. November 2010
European Thermal Paper Association beantwortet Nachfragen
Die ETPA beantwortete vergangene Woche meine Nachfragen mit diesem Schreiben:
Sehr geehrter Herr Tschudin,Meine Fragezeichen bleiben.
zunächst einmal möchten wir feststellen, dass wir weder Hersteller von Bisphenol A sind, noch haben wir für diesen Stoff eigene Untersuchungen durchführen lassen. Wir müssen uns als Nutzer der Chemikalie auf wissenschaftliche Testergebnisse verlassen, die von den unterschiedlichsten Institutionen veranlasst bzw. durchführt wurden. So erklärt es sich, dass wir die der für uns zuständigen Gesundheitsbehörde BfR (Bundesministerium für Risikobewertung) bzw. der europäischen Behörde EFSA gegebenen Erklärungen über den Stoff Bisphenol A selbstverständlich nutzen, um die Sicherheit eines Bisphenol A enthaltenden Thermopapiers zu demonstrieren.
Hinsichtlich des Datums „Complete Risk Assessment in our Document (Feb 2010)“ haben Sie Recht, wenn Sie anmerken, dass die maßgeblichen Untersuchungen in 2003 bzw. 2008 durchgeführt wurden. Das Dokument wurde aber erst im Februar 2010 in dieser Form veröffentlicht. Wir haben uns jetzt auf das Erscheinungsdatum bezogen. Wir denken, dass dies in der Sache nun wirklich keinen Unterschied macht.
Zum Hintergrund der Bewertung im European Risk Assessment wissen wir, dass seinerzeit schon Migrationsuntersuchungen durchgeführt wurden, die vernachlässigbare Mengen im Übergang von Bisphenol A aus Thermopapieren festgestellt haben. Demzufolge kam seinerzeit schon die britische Umweltbehörde zu dem Schluß, dass hier keinerlei Gefahr im Verzug ist.
Unser Bezug auf die „Universität Zürich“ mag möglicherweise etwas irreführend sein, weil wir davon ausgegangen sind, dass die Uni selbst die Untersuchungen durchgeführt hat. Es handelt sich aber offenbar um den Kommentar zu Untersuchungen der Universität Lyon (“Cutaneous Penetration of Bisphenol A in Pig Skin“ Kaddar et al.). Auch dieser vielleicht nicht hundertprozentige Bezug zu der eigentlichen Quelle ändert den Sachverhalt nicht. Bitte bedenken Sie, dass unser Statement für einen Leserkreis verfasst ist, der nicht unbedingt über die hier notwendige Fachkenntnis verfügt, eine wissenschaftliche Abhandlung zu lesen und zu verstehen. Wir denken, dass es legitim ist, sich hier dem leichter verständlichen Kommentar von Wissenschaftlern – in dem Fall der Universität Zürich – zu bedienen.
Hinsichtlich des Kommentars des Umweltministers Norbert Röttgen in der Sendung „Markt“ des westdeutschen Fernsehens sind wir der Überzeugung, dass Norbert Röttgen genau das getan hat, was man tun muß, um einen seriösen, fundierten Kommentar zur Situation Bisphenol A abzugeben: Er hat sich auf die Fakten bezogen und hat sich nicht an den Spekulationen beteiligt, die leider von einem Mitarbeiter seines Amtes in der Vergangenheit schon mehrfach geäußert wurden.
Abschließend können wir Ihnen versichern, dass die europäische Themopapierindustrie, die bereits in 1995 gegenüber dem deutschen Umweltbundesamt eine Selbstverpflichtung hinsichtlich des Einsatzes von Chemikalien eingegangen ist, keine Stoffe einsetzt oder einsetzen würde, bei denen ein gesundheitsschädlicher Effekt nachgewiesen wäre.
ETPA - European Thermal Paper Association
Mittwoch, 3. November 2010
Princess Leia is calling! Holographisches Teleconferencing im Prototyp
Holographische Telepräsenz ist machbar, belegt dieser Prototyp. Das heisst z.B., das an Ort X in nahezu Echtzeit aufgenommene Hologramm kann per Datenleitung an Ort Y transportiert und dort in nahezu Echtzeit als Hologramm dargestellt werden. Das zeigt das Video: holographische 3D-Videotelefonie scheint erreichbar. Das Team hinter dem Artikel "Holographic three-dimensional telepresence using large-area photorefractive polymer" (P.-A. Blanche, A. Bablumian, R. Voorakaranam, C. Christenson, W. Lin, T. Gu, D. Flores, P. Wang, W.-Y. Hsieh, M. Kathaperumal, B. Rachwal, O. Siddiqui, J. Thomas, R. A. Norwood, M. Yamamoto & N. Peyghambarian) in der morgigen Ausgabe von Nature schreibt dazu:
This movie shows the concept of 3D telepresence. The 3D images of two of our researchers located in location A are sent via internet to another location B. Our 3D system at location B displays the two researchers. The movie is in real time and shows the speed of the entire process. Credit: Blanche et al. NatureDer Artikel nimmt gleich zu Beginn Bezug auf diese Szene aus Star Wars:
Nasser Peyghambarian, einer der Autoren, meinte im Interview, dass es durchaus möglich sei, das System bis in 5 bis 10 Jahren auf HD-Video und 30 Bilder pro Sekunde zu pushen.
Samstag, 23. Oktober 2010
Die European Thermal Paper Association zu BPA Bisphenol A in Thermopapier
Koehler, einer der wichtigen Thermopapierhersteller in Europa, schreibt auf seiner Website:
Blut (Korrigendum:) Urin auf BPA-Gehalt untersuchte, stellten Joe M. Braun et al. fest, dass Kassiererinnen den höchsten Wert hatten:
Das Statement des "Centre for Xenobiotic Risk Research", auf das sich die ETPA bezieht, unterzeichnet von Prof. M. Arand, Prof. R. Eggen, Prof. S. Krähenbühl, Prof. H. Kupferschmidt, Prof. HP Nägeli, Prof. A. Odermatt, Prof. H. Segner, Dr. N. von Götz und Dr. Timo Buetler, beginnt im ersten Satz mit der Aussage:
Schliesslich schreibt die ETPA weiter:
NACHTRAG: Die ETPA hat auf meine Fragen hier geantwortet.
Direct thermal papers containing Bisphenol A are safe to useUnd verlinkt zum Dokument der Thermopapier-Industrieorganisation ETPA von Oktober 2010, die in Zürich bei der AC Treuhand AG (swissinfo 11.11.09: "Kartellrecht: EU büsst Ciba und AC Treuhand") beheimatet ist. Darin sagt die Thermopapier-Industrieorganisation, ähnlich wie bereits vor 2 Jahren und im Oktober 2009 erneut, die Thermopapiere seien sicher:
The European Thermal Paper Association (ETPA) confirms the safety of direct thermal papers.
Direct thermal papers containing Bisphenol A are safe to useAls Belege für die Sicherheit des BPA-haltigen Thermopapiers nennt die Thermopapier-Industrieorganisation:
The European Thermal Paper Association (ETPA) confirms the safety of direct thermal papers
Bisphenol A is used for a range of applications and ranks as one of the best investigated substances in the world. No studies have ever achieved reproducible results indicating negative impact. The Federal Institute for Risk Assessment (BfR) stated clearly in 2008 that there is no risk to human health through handling products which contain Bisphenol A, and has recently reaffirmed this position.Kommentar: Die ETPA verallgemeinert zu "there is no risk to human health through handling products which contain Bisphenol A", was das BfR spezifisch für die Tierversuchs-Studien von Stump und Ryan sagt: "Aus Sicht des BfR lässt sich aus den beiden neuen Studien kein Verdacht auf ein spezifisches schädigendes Potenzial von Bisphenol A für Verhalten und neurologische Entwicklung ableiten." Zudem: Die beiden Studien machen, anders als die ETPA insinuiert, keine Aussage über das "handling" von "products which contain Bisphenol A", sondern in den Studien wurde den Ratten BPA ins Trinkwasser gegeben. Anfang 2010 erklärte die Medienstelle des BfR auf meine Anfrage:
Das BfR hat sich mit der Bisphenol A Problematik nach Auskunft unseres Experten bisher nur hinsichtlich der oralen Aufnahme über Lebensmittel beschäftigt. Der von mir befragte Kollege sagte daher, dass er nicht beurteilen kann, wie viel von dem auf die Haut übertragenen Bisphenol A in das Blut übergeht und wie hoch die Belastung des Körpers damit ist. Deshalb kann er keine Aussagen aus toxikologischer Sicht machen, weil dazu die Konzentration über einen längeren Zeitraum im Körper abgeschätzt werden müsste, wenn man täglich mit Thermopapier umgeht. Wie vermutet wäre diese Risikoabschätzung aber eine Aufgabe des Arbeitsschutzes. Es liegen im BfR folglich keine Abschätzungen vor, welche Mengen an Bisphenol A in welcher Zeit über die Haut aufgenommen werden könnten und welche Risiken für Menschen daraus erwachsen, die täglich mit derartigen Papieren umgehen.Und "No studies have ever achieved reproducible results indicating negative impact." ist schlicht falsch. Die ETPA schreibt weiter:
The European Food and Safety Association (EFSA), after intensive study of the scientific evidence, has also reached the same conclusion, which is reflected in the high and thus non-critical threshold value (TDI) that EFSA established for Bisphenol A already in 2006. This position was reaffirmed by EFSA on 30.09.2010 after a new round of intensive research.Kommentar: Bemerkenswert ist an dem EFSA-Bericht immerhin, dass darin EFSA-Panelmitglied Catherine Leclerq vom "Istituto Nazionale Ricerca Alimenti e Nutrizione" eine abweichende Minderheitsmeinung vertritt. Sie sieht in neuen Studien Grund genug, den aktuellen Grenzwert zu einem "temporären" zu erklären. Die ETPA weiter:
The British Environmental Agency states in the Risk Assessment it issued in February 2010 that there is no risk to human health through handling direct thermal papers which contain Bisphenol A. The report also confirms that there is no risk to the environment, e.g. through the recycling of direct thermal papers.Kommentar: Anders als die ETPA schreibt, stammt der Inhalt des Reports aus dem Jahr 2008. Im Februar 2010 wurden lediglich seine beiden Teile von 2008 in einem Dokument veröffentlicht. Neue Daten sind seit 2008 keine eingeflossen. Das steht bereits auf dem Deckblatt:
Complete risk assessment in one document (February 2010) - The risk assessment report of Bisphenol-A from 2003 has been merged with the addendum from 2008 to have all information available in one document. Within this document you will find first the Addendum from 2008 for both Environment and Human Health and then the complete RAR from 2003. The Addendum includes the summaries of all the endpoints for exposure and hazard from the 2003 RAR to which new relevant information had been added. Based on this the risk characterisation had been revised.Und zudem macht der Report keine direkte, fundierte Aussage über das Risiko aus dem Umgang mit Thermopapier. Es steht auf S. 123 unter 4.1.1.2. Consumer Exposure:
Other uses of bisphenol-A, such as in printing inks and thermal paper, are considered to result in negligible potential for consumer exposure in comparison with the other sources considered and therefore will not be addressed further in this assessment.Das heisst: Weil die Studie a priori davon ausgeht, das Potential für eine Exposition der KonsumentInnen sei vernachlässigbar, geht sie dieser für die ETPA zentralen Frage nicht weiter nach und kann der Organisation darum eigentlich nur sehr bedingt als Kronzeugin dienen. Jüngste Studien (und ganz aktuell auch die INRA Toulouse) zeigen, dass gerade diese a priori Annahme in Frage zu stellen ist. Und in einer Studie mit Schwangeren, die deren
By occupation, cashiers had the highest BPA concentrations (GM: 2.8 μg/g).
Die ETPA weiter:
Migration tests conducted at the University of Zurich indicate that, if at all, only miniscule quantities of Bisphenol A can be absorbed through the skin and thus enter the bloodstream. These quantities are negligible when measured against the threshold value established by EFSA.Kommentar: Anders als die ETPA in ihrem Statement behauptet ("Migration tests conducted at the University of Zurich"), hat das Zentrum für Fremdstoffriskoforschung der Uni Zürich KEINE eigenen "migration tests" durchgeführt (jedenfalls ist dem von der ETPA referenzierten Dokument nichts dergleichen zu entnehmen).
Das Statement des "Centre for Xenobiotic Risk Research", auf das sich die ETPA bezieht, unterzeichnet von Prof. M. Arand, Prof. R. Eggen, Prof. S. Krähenbühl, Prof. H. Kupferschmidt, Prof. HP Nägeli, Prof. A. Odermatt, Prof. H. Segner, Dr. N. von Götz und Dr. Timo Buetler, beginnt im ersten Satz mit der Aussage:
In der Presse wurde vor kurzem darüber berichtet, dass Thermopapier, wie es in Kassabons verwendet wird, bis knapp 2% des Weichmachers Bisphenol A enthalten kann.Auch wenn unter der Aussage die Namen von 9 Fachpersonen stehen: Bisphenol A ist KEIN Weichmacher. Weiter unten zitiert das Statement der Fachleute des "Centre for Xenobiotic Risk Research" eine französische Aufnahmestudie an Schweinehaut als einziges Indiz. Dabei wären in der Fachliteratur durchaus auch Berichte über die Durchlässigkeit von menschlicher Haut für BPA zu finden, die die Fachleute aber offenbar nicht beizogen.
Schliesslich schreibt die ETPA weiter:
The German Minister of the Environment, Dr. Norbert Röttgen, stated in the Westdeutsche Fernsehen TV programme "Markt" on 7.6.2010 that, "Bisphenol A in sales receipts is harmless, as there is no significant absorption through the skin. It has been known for a long time that Bisphenol A is present in direct thermal papers. Bisphenol A has no actute toxicity."Kommentar: Die Meinung des Deutschen Umweltministers in Ehren, aber solange nicht dargelegt ist, worauf er sich bezieht, kann sie nicht zur Beweisführung beigezogen werden. (Addendum: Und eine "acute toxicity" hat der Chemikalie im Zusammenhang mit Thermopapier auch nie jemand unterstellt.)
In view of these scientific facts, ETPA considers the use of Bisphenol A for the production of direct thermal papers to be safe and responsible. Direct thermal papers are safe to use and do not pose a risk to human health or to the environment.Kommentar und Fazit: Die "scientific facts", auf die die ETPA bezüglich Bedenkenlosigkeit von Thermopapier referiert, sind, gelinde gesagt, an einem sehr kleinen Ort.
October 2010
NACHTRAG: Die ETPA hat auf meine Fragen hier geantwortet.
Freitag, 15. Oktober 2010
BPA Bisphenol A im Neuenburger Trinkwasser
Le Matin titelt gestern:
Neuchâtel: des traces de bisphénol-A découvertes dans l'eau potable
Während die Zeitung korrekt von "traces" spricht, lautet der Titel des offiziellen Communiqués des Kantonslabors:
Pas de perturbateurs endocriniens dans l'eau potable du canton
Und dort, im Communiqué der Neuenburger Staatskanzlei steht dann:
Das heisst: An 6 Orten mass das Labor BPA im Wasser ab der Quelle. Was für Quellen das sind, darüber schweigt das Communiqué sich leider aus. Und heute war dort niemand für eine klärende Antwort zu erreichen. Wie argumentiert das Labor, dass seine Messwerte unbedenklich sind? So:
Woher kommt die Unbedenklichkeitserklärung für alles unterhalb von 75ng/l? Das BAG schreibt unter "Chemische Stoffe im Trinkwasser:
Das BAG referiert also auf ein "TTC-Konzept" eines "ILSI Europe". Auf dessen "Mission and Values"-Seite lesen wir:
Und die gehen von Abbott über BASF und Coca-Cola zu Nestlé, Tetra Pak, Unilver und Yakult Europe.
Fassen wir zusammen: Neuenburg verlässt sich in Sachen Grenzwert für BPA im Trinkwasser auf das BAG. Das BAG seinerseits stützt sich auf das "ILSI Europe", eine grossmehrheitlich industriefinanzierte Organisation in Brüssel. 2006 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO das ILSI von der direkten Mitarbeit bei der Festsetzung von globalen Standards für Wasser und Nahrungsmittel ausgeschlossen mit der Begründung, es sei zu einseitig finanziert (Environmental Health Perspectives über den Vorgang). Sourcewatch bezeichnet das ILSI als Lobbyorganisation. ILSI selber verwehrt sich allerdings gegen die Bezeichnung (Replik auf ILSI). Das Expertengremium des ILSI hat einen in seinen Worten "pragmatischen" Grenzwert für irgendwelche Fremdstoffe in Nahrungsmitteln festgelegt:
Das vom BAG in der Beziehung als relevant bezeichnete "TTC-Konzept" und seine Herleitung beschreibt das "ILSI" hier ausführlich. Dort gibt's tatsächlich einen Abschnitt über hormonaktive Substanzen. Darin wird wieder auf ein anderes Gremium referiert, das sich 2002 auf der Basis von damals erhältlichen Daten zu BPA geäussert hat:
Fazit: Die im neuenburger Trinkwasser gemessenen Mengen von BPA sind klein. Die Unbedenklichkeitserklärung dafür hat keine ganz so wasserdichte Basis, wie die Behörden vermitteln.
Uebrigens: In älteren Untersuchungen (siehe u.a. letzter Abschnitt dieses Postings) hat die Wasserforschungsanstalt EAWAG im Zufluss zu einer Abwasserreinigungsanlage, also in Haushaltsabwässern, BPA gemessen in Konzentrationen von rund 4'500 ng/l.
Neuchâtel: des traces de bisphénol-A découvertes dans l'eau potable
Während die Zeitung korrekt von "traces" spricht, lautet der Titel des offiziellen Communiqués des Kantonslabors:
Pas de perturbateurs endocriniens dans l'eau potable du canton
Und dort, im Communiqué der Neuenburger Staatskanzlei steht dann:
Le bisphénol-A a été observé dans 6 ressources en eau, à des concentrations comprises entre 6 et 28 ng/l. Dans quatre cas, le traitement appliqué à l’eau pour la rendre potable avait éliminé le contaminant. Dans un cas, il en avait réduit la concentration des deux tiers. Dans un dernier cas, le traitement avait augmenté la concentration à 40 ng/l, ce qui traduit une légère contamination par l’installation de traitement.
Das heisst: An 6 Orten mass das Labor BPA im Wasser ab der Quelle. Was für Quellen das sind, darüber schweigt das Communiqué sich leider aus. Und heute war dort niemand für eine klärende Antwort zu erreichen. Wie argumentiert das Labor, dass seine Messwerte unbedenklich sind? So:
L’Office fédéral de la santé publique a fixé à 75 ng/l d’eau potable la limite de préoccupation toxicologique pour les contaminants les plus toxiques. Aucune des concentrations mesurées de bisphénol-A n’atteint cette valeur. La campagne menée permet de conclure que l’eau potable distribuée dans le canton ne présente aucun risque du point de vue endocrinien.
Woher kommt die Unbedenklichkeitserklärung für alles unterhalb von 75ng/l? Das BAG schreibt unter "Chemische Stoffe im Trinkwasser:
Um den Vorrang der Stoffe festzulegen, welche toxikologisch ausgewertet werden müssen, hat das BAG das Vorgehen des TTC-Konzepts vom ILSI (International Life Science Institute Europe) anerkannt. Dieses Konzept schlägt einen Höchstwert von (≤75ng/L) für bestimmte Stoffklassen vor. Überschreiten die nachgewiesenen Fremdstoffe diese Konzentration, kann ein gesundheitliches Risiko nicht ausgeschlossen werden. Im Fall einer Überschreitung ist es deshalb empfehlenswert, im Rahmen der Selbstkontrolle ein toxikologisches Gutachten in Auftrag zu geben, um das potenzielle Risiko abschätzen zu können. Unterhalb dieses Wertes ist nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft davon auszugehen, dass praktisch kein Risiko für die Gesundheit besteht.
Das BAG referiert also auf ein "TTC-Konzept" eines "ILSI Europe". Auf dessen "Mission and Values"-Seite lesen wir:
ILSI Europe is funded primarily by its industry members.
Und die gehen von Abbott über BASF und Coca-Cola zu Nestlé, Tetra Pak, Unilver und Yakult Europe.
Fassen wir zusammen: Neuenburg verlässt sich in Sachen Grenzwert für BPA im Trinkwasser auf das BAG. Das BAG seinerseits stützt sich auf das "ILSI Europe", eine grossmehrheitlich industriefinanzierte Organisation in Brüssel. 2006 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO das ILSI von der direkten Mitarbeit bei der Festsetzung von globalen Standards für Wasser und Nahrungsmittel ausgeschlossen mit der Begründung, es sei zu einseitig finanziert (Environmental Health Perspectives über den Vorgang). Sourcewatch bezeichnet das ILSI als Lobbyorganisation. ILSI selber verwehrt sich allerdings gegen die Bezeichnung (Replik auf ILSI). Das Expertengremium des ILSI hat einen in seinen Worten "pragmatischen" Grenzwert für irgendwelche Fremdstoffe in Nahrungsmitteln festgelegt:
The Thresholds of Toxicological Concern (TTC) is a pragmatic risk assessment tool that is based on the principle of establishing a human exposure threshold value for all chemicals, below which there is a very low probability of an appreciable risk to human health. The concept that there are levels of exposure that do not cause adverse effects is inherent in setting acceptable daily intakes (ADIs) for chemicals with known toxicological profiles. The TTC principle extends this concept by proposing that a de minimis value can be identified for many chemicals, in the absence of a full toxicity database, based on their chemical structures and the known toxicity of chemicals which share similar structural characteristics. The establishment and application of widely accepted TTC values would benefit consumers, industry and regulators.
An Expert Group of the ILSI Europe Threshold of Toxicological Concern Task Force has examined the TTC principle for its wider applicability in food safety evaluation, and concluded that the TTC principle could be applied for low concentrations in food of chemicals that lack toxicity data. The use of a decision tree to apply the TTC principle was proposed, and this paper describes the step-wise process in detail.
Das vom BAG in der Beziehung als relevant bezeichnete "TTC-Konzept" und seine Herleitung beschreibt das "ILSI" hier ausführlich. Dort gibt's tatsächlich einen Abschnitt über hormonaktive Substanzen. Darin wird wieder auf ein anderes Gremium referiert, das sich 2002 auf der Basis von damals erhältlichen Daten zu BPA geäussert hat:
The SCF in its recent evaluation of bisphenol A (SCF, 2002) concluded that the data on endocrine disrupting effects at very low doses were inconsistent and had not been replicated by subsequent studies. The effects reported at very low doses were not used as the basis for establishing a temporary tolerable intake for this compound. In view of the uncertainties, it seems premature to consider low-dose effects for endocrine disrupting chemicals in the application of a threshold of toxicological concern.
Fazit: Die im neuenburger Trinkwasser gemessenen Mengen von BPA sind klein. Die Unbedenklichkeitserklärung dafür hat keine ganz so wasserdichte Basis, wie die Behörden vermitteln.
Uebrigens: In älteren Untersuchungen (siehe u.a. letzter Abschnitt dieses Postings) hat die Wasserforschungsanstalt EAWAG im Zufluss zu einer Abwasserreinigungsanlage, also in Haushaltsabwässern, BPA gemessen in Konzentrationen von rund 4'500 ng/l.
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